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Kriss, Alexander

Ph. D., klinischer Psychologe und Autor in New York

Curriculum Vitae

Alexander Kriss, Ph.D. ist klinischer Psychologe und Autor in New York. Er promovierte an der New School for Social Research und absolvierte sein klinisches Praktikum am Columbia University Medical Center. Dr. Kriss arbeitet in einer privaten Praxis und ist als klinischer Supervisor an der New School und dem City College in New York tätig. Des Weiteren ist er Professor für Psychologie an der Fordham Universität. Seine Werke wurden auf verschiedenen akademischen und allgemeinen Plattformen veröffentlicht und sein erstes Buch, Universal Play: How Videogames Tell Us Who We Are and Show Us Who We Could Be, wird im Juli 2019 bei Little, Brown veröffentlicht. Dr. Kriss' Arbeit in der Bindungsforschung fand unter der Leitung von Dr. Howard und Miriam Steele statt, ebenfalls an der New School. Dort hat er an der Entwicklung des Kodierungshandbuchs für das Friends and Family Interview (FFI) mitgewirkt, eines narrativen Bindungsprotokolls, das speziell für die Erhebung in der späten Kindheit und Jugend entwickelt wurde.

Abstract

Die Auswirkungen von emotionaler Sicherheit und Übereinstimmung auf Geschwisterbeziehungen: Ergebnisse einer längsschnittlichen Bindungsstudie

Nach jahrzehntelanger Ausgrenzung haben Geschwisterbeziehungen eine kleine, aber dennoch vielversprechende Basis in der psychologischen Forschung entwickelt, bei der es jedoch immer noch an fundierten theoretischen Grundlagen mangelt. Die Bindungstheorie mit ihrem Fokus darauf, wie das familiäre Umfeld autonome, psychologische und soziale Funktionsweisen beeinflusst, ist in einzigartiger Weise dazu geeignet, die Komplexität der Entwicklung von Geschwisterbeziehungen zu verstehen. Unsere 16-jährige Längsschnittstudie mit Eltern und jugendlichen Geschwisterpaaren legt nahe, dass die (Nicht-)Übereinstimmung interner Arbeitsmodelle zwischen Geschwistern einen signifikanten Einfluss auf die Qualität der Geschwisterbeziehung hat, sogar über die Bindungssicherheit hinaus. Wir verbinden dieses bemerkenswerte empirische Ergebnis – welches die gängige Vorstellung, dass sich Geschwisterdynamiken untergeordnet zur Eltern-Kind-Beziehung entwickeln hinterfragt – mit phänomenologischen Beobachtungen, um ein neues bindungsbasiertes Modell der Geschwisterbeziehungen vorzuschlagen.