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Bindung und Migration
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Bindung und Migration
23.05.2019

Stacy, Peter

LISW, MSW, PhD

Curriculum Vitae

Akademisches Studium: 2004 promovierte er in Sozialarbeit an der Universität von Minnesota. 1974 schloss er seinen Master (MSW) in Sozialarbeit, sowie 1968 seinen Bachelor in Psychologie und Soziologie an der Universität Wisconsin-Milwaukee ab. Zudem absolvierte er ein zusätzliches Studium an der Universität Wisconsin-Milwaukee in frühkindliche Entwicklung, Verwaltung des öffentlichen Dienstes und fortgeschrittener statistischer Analyse.

Beruflicher Werdegang: Von 1998 bis heute ist er Mitglied der Fakultät der Minnesota State Universität in Mankato, Mitglied der Fakultät der Gemeinschaft im MSW-Programm der Universität von Minnesota, Koordinator des Programms für Strafrecht am Inver Hills College, sowie Mitglied der Fakultät für Psychologie der Michigan Technological Universität, Houghton, MI.

Zwischen 1968 und 1998 arbeitete er als Sektionsleiter in der Gefängnisbehörde Wisconsin für Außendienst und Verwaltung der südlichen Justizvollzugsanstalten und war 17 Jahre lang Leiter einer intensivtherapeutischen Gemeinschaftskorrektureinrichtung.

Soziales Engagement: Seit 2004 unterhält er eine kleine Privatpraxis, die hilfesuchenden Personen und Familien bezüglich psychischer Probleme Pro-Bono-Dienste anbietet.

Von 2000 bis heute arbeitet er als Berater für Jugend-, Behandlungs- und Familiengerichte in verschiedenen Gerichtsbarkeiten in Wisconsin und Michigan. Er führt mehrere Schulungsseminare auf lokaler und nationaler Ebene sowie in Serviceschulungen für verschiedene lokale und staatliche Human-, Straf- und Strafverfolgungsbehörden durch, zu den Themen der frühkindlichen Entwicklung, wirksamer Interventionsstrategien und der Zusammenarbeit mit Klienten, die eine Auflage zur Therapie erhielten.

Von 1985 an ist er in zahlreichen gewählten und ehrenamtlichen Aufgaben im öffentlichen Sektor, einschließlich Schulbehörden, Gemeindevorständen und religiösen Institutionen, tätig.

Forschungsinteresse: Von 1977 bis heute ist er auf der Suche nach wirksamen Interventionsstrategien für die Arbeit mit unfreiwilligen Klienten, interessiert sich für die Auswirkungen von Bindungsstörungen in der frühen Kindheit und den Unterschieden zwischen Geschwistern mit und ohne psychischer Resilienz.

Abstract

Frühkindliche Bindung als entscheidender Faktor zwischen Geschwistern mit und ohne psychischer Resilienz 

Das Erkennen von frühkindlichen Bindungserfahrungen kann für die Fähigkeit einer Person zur Überwindung zahlreicher, lebensverändernder Risikofaktoren von entscheidender Bedeutung sein. Im Mittelpunkt dieser Präsentation werden zwei kürzlich durchgeführte Studien stehen, welche aufzeigen, wie frühkindliche Bindungserfahrungen von männlichen und weiblichen Geschwisterpaaren deren Resilienzfähigkeit im späteren Leben bestimmen. Für die Zwecke dieser Studien wurde Resilienz anhand von drei Variablen definiert: Vorstrafen, Drogenabhängigkeit und Bildungsabschluss. Der Bindungsgrad wurde in Bezug auf Mutter, Vater, andere bedeutende Erwachsene und beste Freunde des Probanden untersucht. Die Studien bewerteten sowohl den Grad der Bindung, gemessen mit standardisierten Instrumenten, als auch das (Nicht-)Vorhandensein jeder möglichen Bindungsperson. In allen Fällen fand die Studie signifikante Ergebnisse, dass sich die frühkindliche Bindung zwischen Geschwistern mit und ohne psychischer Resilienz unterschied. Diese Erkenntnisse haben zu potenziellen Interventionsstrategien beigetragen, die entweder die Notwendigkeit von frühkindlichen Bindungen stärken oder dazu beitragen sollen, die Auswirkungen bei den Personen zu verringern, denen diese frühkindlichen Bindungserfahrungen verweigert wurden.