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Bindung und Migration
17. Internationale Bindungskonferenz
Bindung und Scheidung
05. Oktober- 07. Oktober 2018
Bindung und Migration
Alexander Trost

Trost, Alexander

Facharzt Kinder- u. Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Curriculum Vitae

Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Facharzt für Psychosomatische Medizin, Systemischer Lehrtherapeut und Supervisor (DGSF), Lehrbeauftragter für Themenzentrierte Interaktion (RCI), NLP- Master-Practitioner

langjährige klinische Tätigkeit in Psychiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie, seit 1991 familientherapeutisch orientierte kinder- und jugendpsychiatrische Praxis im Rahmen des integrativen Frühförderzentrums Mönchengladbach (Menschen im Zentrum e.V.), fachärztliche Betreuung eines Kinderdorfes

von 1990 bis 2016 Professor in den Studiengängen Heilpädagogik, Kindheitspädagogik und Soziale Arbeit an der KatHO-NRW, Köln und Aachen

Aktuelle Forschung: Bindungsstile professioneller HelferInnen, Bindung, Halt und Lösung als handlungsleitende Variablen in helfenden Berufen, Bindungsorientierung in der Sozialen Arbeit, Interaktion und Regulation bei drogenkranken Müttern und ihren Säuglingen

Fortbildungen und Vorträge in den Bereichen Jugend- und Behindertenhilfe, Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Frühförderung, Systemische Weiterbildungen (DGSF)

Aktuelle Publikationen:

  • Bindungswissen für die systemische Praxis – ein Handbuch. Göttingen: V & R 2018
  • Lehrbuch der Psychiatrie, Psychotherapie & Psychosomatik für psychosoziale Berufe (Hg. mit W. Schwarzer) Dortmund: borgmann, 6. Auflage 2016
  • Bindungsorientierung in der Sozialen Arbeit (Hg.) Dortmund: borgmann, 2014
  • Klinisch-Therapeutische Soziale Arbeit (Hg. mit U. A. Lammel und J. Jungbauer) Dortmund: borgmann, 2015

 

Abstract

Systemdynamiken und Geschwisterbindung – Erfahrungen, Erkenntnisse, und die familientherapeutische Praxis  

Im ersten Teil werde ich einen Überblick über verschiedene  Systemdynamiken von Geschwisterkonstellationen im Kontext der Familien- und Bindungsgeschichte geben: Psychische oder physische Krankheiten und Behinderungen, Delegationen und Familiengeheimnisse spielen dabei ebenso eine Rolle, wie Geschwisterposition, Geschlecht, Patchwork- und Pflegefamilien, und der zeitliche Abstand der Geburtenfolge.  Zudem modifizieren Traumaerfahrungen in der Geschwistergruppe, (sub-)kulturelle Einflüsse und die (be-)wertenden Erzählungen über Einzelne oder die ganze Familie den Ausgang der Geschichte für jedes Geschwister unterschiedlich. Dies sind nur einige Aspekte in einer unübersehbaren Vielfalt von Beziehungsformen.

Anschließend sollen Fallvignetten aus der Praxis von Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendhilfe systemische Aspekte unterschiedlicher Konstellationen im Wechselspiel von Familiendynamik und Geschwisterbeziehung illustrieren: Geschwistergruppen in Fremdbetreuung, Geschwister mit psychisch kranken Elternteilen, Geschwister aus IVF-Schwangerschaften, und andere. Es gibt keine Standardrezepte für den therapeutischen und pädagogischen Umgang mit diesen Dynamiken; eine bindungsfördernde, lösungs- und ressourcenorientierte Haltung kann aber – auch mithilfe konkreter methodischer Impulse - schon viel bewirken.