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19.04.2018

Programmflyer der Referenten zur Bindungskonferenz 2018 verfügbar!

Hier gehts zum Download

20.03.2018

Programm zur Vorkonferenz 2018 verfügbar!

Hier gelangen Sie zu ausführlichen Infos zur Vorkonferenz 2018

16.11.2017

Der Ankündigungsflyer 2018 ist ab sofort verfügbar!  » mehr

News

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Bindung und Migration
17. Internationale Bindungskonferenz
Bindung und Scheidung
05. Oktober- 07. Oktober 2018
Bindung und Migration

Kinder und Jugendliche leiden extrem unter der Trennung und Scheidung ihrer Eltern. Wenn ein schon jahrelanger Konflikt der Eltern endgültig zur Scheidung führt, erleben die Kinder einerseits Entlastung. Andererseits leiden sie auch nach der Scheidung, weil sie weiterhin in jahrelange Kämpfe der Eltern verwickelt sein können. Zusätzlich können frühere Erfahrungen von Trennung und Verlust wieder aktiviert werden, die den Stress der Kinder noch vergrößern. In diesem Kontext können die Kinder fast alle Formen von Symptomen entwickeln. Durch Schuldgefühle, Loyalitätskonflikte, Bindungsambivalenzen, und das Miterleben der Kämpfe der Eltern auf der Paarebene werden die Kinder zu “Opfern” in einer für sie manchmal ausweglosen Situation. Besonders jüngere Kinder können den Konflikten und Spannungen nicht entkommen und sehnen sich oftmals nach einer “heilen Welt”, in der Mutter und Vater ihre elterlichen Aufgaben wieder gemeinsam wahrnehmen. Psychotherapie ist für die Kinder in dieser Situation eine sehr hilfreiche Unterstützung, um einen “kampffreien” Raum zu erleben, in dem sie ihre eigenen Gefühle anschauen und den Stress verarbeiten können. Dadurch können sie die Trennung der Eltern betrauern, sowie auch neue Wege für eine eigenständige Beziehung mit einer potentiell sicheren Bindungen - sowohl zur Mutter als auch zum Vater - entdecken. Voraussetzung dafür ist eine parallel stattfindende intensive Elternarbeit, in der die Eltern lernen, ihre teilweise extremen Konflikte auf der Paarebene von der Ebene der elterlichen Fürsorge zu trennen. So kann bei einem verantwortungsvollen, gemeinsam ausgeübten Sorgerecht eine gesunde Entwicklung der Kinder gelingen.

Biografie

Karl Heinz Brisch, Univ.-Prof. an der Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) in Salzburg, Dr. med. habil., ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Neurologie. Psychoanalytiker. Ausbildung in spezieller Psychotraumatologie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Er ist Vorstand des weltweit ersten Lehrstuhls für Early Life Care und leitet das gleichnamige Forschungsinstitut an der PMU in Salzburg.

Ebenso leitet er als Oberarzt die Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München.

Seine klinische Tätigkeit und sein Forschungsschwerpunkt umfassen den Bereich der frühkindlichen Entwicklung und der Psychotherapie von bindungstraumatisierten Menschen in allen Altersgruppen.

Brisch entwickelte die Präventionsprogramme “SAFE® - Sichere Ausbildung für Eltern” und “B.A.S.E® - Babywatching”.

Er ist Gründungsmitglied der Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit (GAIMH e. V. – German-Speaking Association for Infant Mental Health) und war dort viele Jahre lang im Vorstand.

Seit 2000 organisiert er die renommierte Internationale Bindungskonferenz.

Er ist Autor viele Fachartikel und Bücher zum Thema Bindung und Trauma sowie bindungsbasierter Psychotherapie. (www.khbrisch.de).