News » mehr

19.04.2018

Programmflyer der Referenten zur Bindungskonferenz 2018 verfügbar!

Hier gehts zum Download

20.03.2018

Programm zur Vorkonferenz 2018 verfügbar!

Hier gelangen Sie zu ausführlichen Infos zur Vorkonferenz 2018

16.11.2017

Der Ankündigungsflyer 2018 ist ab sofort verfügbar!  » mehr

News

English
Bindung und Migration
17. Internationale Bindungskonferenz
Bindung und Scheidung
05. Oktober- 07. Oktober 2018
Bindung und Migration

Aufbauend auf der Bindungstheorie (Bowlby, 1969), bietet die Theorie der Emotionalen Sicherheit (EST, Davies & Cummings, 1994) ein theoretisches und praktisches Modell zur Bewertung der Auswirkungen von umfassenderen Familienprozessen, welche mit der emotionalen Sicherheit von Kindern gegenüber der Familienfunktion zusammenhängen. Die theoretische und empirische Forschung der letzten 25 Jahre stützt den Wert der EST als Erklärung der Auswirkungen von Familien- und Ehekonflikten auf die Anpassung von Kindern (Cummings & Davies, 2011; Waters & Cummings, 2000). Bemerkenswerterweise ist einer der wichtigsten Aspekte des familiären Umfelds für Kinder, deren Eltern sich scheiden lassen, das Ausmaß des elterlichen „Kampfes“, denn dieser ist einer der stärksten Prädiktoren für die Anpassung der Kinder nach der Scheidung (Cummings & Davies, 1994). Neuere Untersuchungen, die die Bedeutung emotionaler Unsicherheit für die Vorhersage der langfristigen Anpassung von Kindern im Zusammenhang mit Ehe- (z. B. Cummings, George, McCoy & Davies, 2012) und Familienkonflikten (Cummings, Koss & Davies, 2015) untersuchen, werden vorgestellt. Zum Beispiel berichteten Cummings et al. (2015), dass der Familienkonflikt zukünftige Symptome von mehreren Anpassungsstörungen, einschließlich der Symptome von Depression, Angst, Verhaltensprobleme und Probleme mit Gleichaltrigen vorhersagt, durch die Erhöhung der emotionalen Unsicherheit der Jugendlichen gegenüber dem Familiensystem. Darüber hinaus wird die EST als konzeptionelle Grundlage für mehrere fortlaufende Interventionsprogramme diskutiert, als Nachweis, dass die Auswirkung von Interventionen bezüglich Ehe- und Familienkonflikte auf die Anpassung von Kindern durch emotionale Sicherheit beeinflusst wird (z.B. Miller-Graff, Bergman, & Cummings, 2015). Der Wert der EST für die Erweiterung der Nutzung des Begriffes Sichere Basis in mehreren zusätzlichen Kontexten der kindlichen Entwicklung sowie Ziele für Interventionen für die Anpassung von Kindern in diesen Kontexten werden kurz vorgestellt.

Biografie

Dr. E. Mark Cummings ist Professor der Psychologie am William J. Shaw Zentrum für Kinder und Familien an der Universität von Notre Dame, und hatte davor an dieser eine Stiftungsprofessur der Psychologie inne. Dr. Cummings Arbeitsfokus liegt auf der Beziehung von adaptiven und maladaptiven Familienprozessen und -entwicklungen. Er interessiert sich für die Beziehung zwischen Familie und Gemeinschaft und für die kindliche Entwicklung, von der frühen Kindheit bis zur späten Adoleszenz unter dem Gesichtspunkt der Emotional Security Theory. In jüngster Zeit entwickelte und testete er Präventionsprogramme, welche entworfen wurden um die familiäre Situation zu verbessern, besonders in Hinsicht auf die Qualität der Beziehung zwischen den Eltern, sowie den Eltern und Kindern. Auch die Anpassungsfähigkeit und das Wohlergehen von Kindern aus risikoreichen US- und internationalen Stichproben von Familien, die Gewalt aus der Gemeinschaft ausgesetzt sind, sollen mit diesen verbessert werden. Dr. Cummings hat einige Bücher und Monografien geschrieben und hat über 250 peer-reviewed Artikel, sowie über 50 Buchkapitel veröffentlicht. Des Weiteren war er Editorial Board Mitglied bei zahlreichen Journals und hat als regulärer und ad hoc Gutachter für NIH IRG Gremien gearbeitet. Dr. Cummings ist Hauptprüfer oder Co-Hauptprüfer von zahlreichen NICHD und NIMH-geförderten Programmen, welche die prospektiven, longitudinalen Beziehungen zwischen Konflikt, Familienprozessen und der Entwicklung im Kindes- und Jugendalter untersuchen. Er ist ein Mitglied der American Psychological Association und Empfänger von mehreren Auszeichnungen, wie von dem Urie Bronfenbrenner Preis für lebenslange Beiträge zur Entwicklungspsychologie im Dienste der Wissenschaft und Gesellschaft von der American Psychological Association, der Reuben Hill Forschungs- und Theorieauszeichnung vom Nationalrat für Familienbeziehungen, sowie dem James A. Burns Graduate School Preis für Exzellenz in der Graduiertenausbildung und dem Forschungsleistungspreis von der Universität von Notre Dame, C.S.C.. Ein kürzlich verfasstes Buch von ihm, Christine Merrilees, Laura Taylor und Christina Mondi ist: Politische Gewalt, bewaffnete Konflikte und jugendliche Anpassung: Eine entwicklungspsychopathologische Perspektive auf Forschung und Interventionen.