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19.04.2018

Programmflyer der Referenten zur Bindungskonferenz 2018 verfügbar!

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20.03.2018

Programm zur Vorkonferenz 2018 verfügbar!

Hier gelangen Sie zu ausführlichen Infos zur Vorkonferenz 2018

16.11.2017

Der Ankündigungsflyer 2018 ist ab sofort verfügbar!  » mehr

News

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Bindung und Migration
17. Internationale Bindungskonferenz
Bindung und Scheidung
05. Oktober- 07. Oktober 2018
Bindung und Migration

Allein in Deutschland erleben etwa 200.000 Kinder jährlich die Trennung ihrer Eltern. Die meisten von ihnen besuchen in dieser Zeit eine Kita oder gehen in die Schule, womit den dort tätigen Erzieher/innen und Lehrer/innen eine bedeutende, auch präventive Rolle zukommt, sie bei der Verarbeitung des Trennungsgeschehens angemessen zu unterstützen, besonders dann, wenn die Eltern in der akuten Trennungsphase die Folgen für das Kind bagatellisieren, um eigenen Schul- und Schamgefühlen zu entgehen oder vorübergehend an Erziehungskompetenz verlieren. Dann sind Erzieherinnen und Lehrerinnen, manchmal sogar als Bindungspersonen, die einzig nahen Erwachsenen, dem Schmerz des Kindes angemessen begegnen zu können. Dafür liefert die Bindungstheorie niederschwellige Interventionsstrategien, die sowohl die Kinder in dieser Lebensphase stärken können wie auch die Erzieherinnen und Lehrer/innen für den täglichen Umgang mit ihnen. Es fehlt aber zurzeit an Hilfestellung und Beratung, zumal die Thematik in Ausbildung und Studium nicht vorkommt.

Auf der Grundlage von zahlreichen Interviews mit Erzieher/innen und Lehre/innen wird ein den Institutionen Kita und Schule angemessener und feinfühliger Umgang mit den Kindern und ihren Eltern diskutiert. Ziel ist, den Kindern ihre Schuld- und Ohnmachtsgefühle zu nehmen, ihr Selbstwertgefühl und ihre Selbstwirksamkeit zu stärken und sie so zu akzeptieren, wie sie sich gerade fühlen, um ihnen in Kita und Schule Sicherheit, Zuverlässigkeit und Geborgenheit vermitteln. Eine besondere Rolle kommt dabei der Bereitschaft von Erzieher/innen und Lehrer/innen zu, sich mit eigenen Bindungserfahrungen zu konfrontieren, und wie diese ihr Verhältnis zu den ihnen anvertrauten Kindern und deren Eltern beeinflussen können. 

Biografie

Claus Koch, Dr. phil., Dipl. Psych., studierte in Heidelberg und Paris Philosophie und Psychologie.

Wissenschaftlich beschäftigte er sich besonders mit der Entwicklungspsychologie des Kindes unter psychoanalytischen und bindungstheoretischen Gesichtspunkten, u.a. mit einem Lehrauftrag zur Bindungstheorie an der Universität Bielefeld. Zahlreiche Vorträge, Buchveröffentlichungen und Artikel in Fachzeitschriften. 2015 gründete er zusammen Udo Baer das „Pädagogische Institut Berlin“ (PIB), das sich mit seinen unterschiedlichen Projekten unter bindungstheoretischen Gesichtspunkten besonders an Erzieher*innen und Lehrer*innen wendet. Im Vordergrund steht die Entwicklung eines bindungstheoretisch fundierten Bildungskonzeptes bzw. Erzieherinnen und Lehrerinnen im Rahmen einer „Beziehungspädagogik“ Hilfe im Umgang mit besonders herausfordernden Schülern anzubieten.