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19.04.2018

Programmflyer der Referenten zur Bindungskonferenz 2018 verfügbar!

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20.03.2018

Programm zur Vorkonferenz 2018 verfügbar!

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16.11.2017

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Bindung und Migration
17. Internationale Bindungskonferenz
Bindung und Scheidung
05. Oktober- 07. Oktober 2018
Bindung und Migration

Angesichts internationaler Entwicklungen im Familienrecht wird auch in Deutschland intensiv diskutiert, ob bisherige Regelungen für die Wahrnehmung elterlicher Aufgaben in der Betreuung von Kindern nach Trennung/Scheidung der Eltern noch angemessen sind. Im Mittelpunkt der Diskussion steht das sogenannte „Wechselmodell“, bei dem die Kinder – anders als im „Residenzmodell“ – zu gleichen Teilen von beiden Eltern betreut werden und hierfür zwischen den beiden Haushalten der Eltern wechseln. Gleichzeitig wird auf die hohen Anforderungen verwiesen, die das Wechselmodell an die Eltern und vor allem die Kinder stellt, die nun regelmäßig zwischen beiden Eltern pendeln müssen.

Vor dem Hintergrund von Befunden aus anderen Ländern stellt dieser Vortrag einschlägige empirische Daten aus dem deutschsprachigen Raum vor. Auf Basis umfangreicher, weitgehend repräsentativer Surveydaten wird aufgezeigt und diskutiert, inwieweit die Wahl des Wechselmodells an sozioökonomische, familiale und personale Ressourcen gekoppelt ist. Vor allem wird die Frage aufgegriffen, welche Zusammenhänge zwischen dem Betreuungsmodell und der Qualität der Eltern-Kind-Beziehung sowie dem Wohlergehen der Kinder auszumachen sind. So zeigen etwa Befunde aus dem Beziehungs- und Familienpanel „pairfam“, dass Eltern im Wechselmodell ein positiveres Coparenting aufweisen als Eltern in anderen Betreuungsmodellen. Unterschiede im Erziehungsverhalten der Väter oder des Wohlbefindens der Kinder finden sich im Vergleich von Wechselmodell und Residenzmodell jedoch nicht. Weitere Analysen nehmen insbesondere die emotionale (Un-)Sicherheit der Kinder in Beziehung zu beiden Eltern in Abhängigkeit vom Betreuungsmodell in den Blick. Die abschließende Diskussion geht auf Parallelitäten und Unterschiede zur internationalen Befundlage ein.

 

Biografie:

Walper, Sabine, Prof. Dr. phil., Dipl.-Psych., Forschungsdirektorin des Deutschen Jugendinstituts e.V. (DJI) und Professorin für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung mit dem Schwerpunkt Jugendforschung an der LMU München. Sie ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen am BMFSFJ und Mitglied der Kinderrechtekommission des DFGT. Als Familienpsychologin liegen ihre Arbeitsschwerpunkte in der Bildungs- und Armutsforschung sowie in der Forschung zu Scheidungs- und Stieffamilien. Frau Walper hat die Projektleitung des Schwerpunkts Erziehungsverhalten und kindliche Entwicklung innerhalb des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Familien- und Beziehungspanels pairfam (Panel Analysis of Intimate Relationships and Family Dynamics) inne und entwickelte mit ihrem Team an der LMU gemeinsam mit dem Familien-Notruf München das Elterntraining „Kinder im Blick. Ein Gruppenangebot für Familien in Trennung“.