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Bindung und Migration
19. Internationale Bindungskonferenz
Bindung und Psychische Störungen
11. September - 13. September 2020
Bindung und Migration

Simon Finkeldei

Curriculum Vitae

Diplom Psychologe, Psycholog. Psychotherapeut (VT), Lehrtherapeut, Supervisor.

Nach Tätigkeit im Rettungsdienst studierte Herr Finkeldei Psychologie an der Julius Maximilians Universität Würzburg. Nach stationärer und ambulanter psychotherapeutischer Tätigkeit bei verschiedenen Trägern ist er seit 2006 ambulant niedergelassen.           

Seit 1999 ist er im Bereich Psychosoziale Notfallversorgung/Notfallpsychologie aktiv. 2007 war er am von Tita Kern entwickelten Konzept APSN und dessen Umsetzung im Pilotprojekt „KIDS – Kinder nach belastenden Ereignissen stützen“ beteiligt. Herr Finkeldei ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Trauma Hilfe Zentrums München e.V. und stellvertretender fachlicher Leiter der KinderKrisenIntervention der AETAS Kinderstiftung (www.aetas-kinderstiftung.de).  Als Dozent hat er Lehraufträge zu den Schwerpunktthemen Krisenintervention/Notfallpsychologie, Suizidprävention, Traumatherapie.        

Abstract

Krisenintervention mit Kindern nach hochbelastenden Lebenserfahrungen
APSN als traumapräventiver Frühinterventionsansatz

Der plötzliche Verlust eines geliebten Menschen, die Konfrontation mit dem Thema Suizid oder das (Mit)erleben anderer extremen Hochbelastungen sind für Kinder und Bezugspersonen eine Herausforderung, die Grenzen berührt. Im Spannungsfeld zwischen natürlichen Trauerprozessen und der Entwicklung klinischer Traumafolgestörungen bringen verlorene Sicherheit, das Infrage stellen des Verständnisses der eigenen Welt, sich aufdrängende Bilder und schwierige Fragen Familien in ungewohnte und nicht selten ängstigende Situationen. Bezugspersonen müssen zudem nicht nur die eigene Belastung bewältigen, sondern zur gleichen Zeit ihre Kinder (unter)stützen.

Wie stärken wir Bezugspersonen als stabile Orientierungspunkte für das kindliche Erleben und legen sichere Trittsteine für sie und ihre Kinder in der ersten Zeit, die psychotraumatologisch zu Recht als weichenstellend bezeichnet werden kann? Was brauchen Kinder in der Zeit unmittelbar nach einem belastenden oder potentiell traumatisierenden Ereignis und worin unterscheidet sich ihre Verarbeitung zentral von der Erwachsener?