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Bindung und Migration
21. Internationale Bindungskonferenz
Gestörte Bindungen in digitalen Zeiten
16. September - 18. September 2022
Bindung und Migration

In der Gruppen-Kunsttherapie bieten wir den Kindern einen geschützten und gleichzeitig freien Raum, in dem sich innerhalb einer tragfähigen therapeutischen Beziehung vielfältigste schöpferische Prozesse entwickeln können.

Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit in erster Linie auf die Ressourcen und gesunden Anteile im Menschen und dem tiefen Grundbedürfnis eines Jeden, sich auszudrücken und mit sich selbst und anderen in Kontakt zu treten. Mit den Händen zu arbeiten, zu gestalten und zu verändern, eine eigene Form zu finden, bedeutet Selbstwirksamkeit zu erleben.  Der oft nonverbale Dialog mit einem konkret sichtbaren Bild entlastet und bietet auf symbolischen Ebene die Chance auch mit schwierigen Inhalten und Konflikten in Beziehung zu treten.  Eigene Bilder und Selbstgestaltetes dienen als Container für Belastendes, zur Stabilisierung und Ressourcenaktivierung.

In kreativen Gemeinschaftsarbeiten können die Kinder sich selbst auf symbolischer und bildnerischer Ebene erleben, sich zeigen, sich positionieren, sich abgrenzen und begegnen und in einem klaren Rahmen (z.B. auf der großen Papierfläche) spielerisch agieren.

Innerhalb unseres klinischen milieutherapeutischen Konzepts findet die Kunst-Gruppentherapie in Kleingruppen und mit zwei Kunsttherapeutinnen statt. Eine verlässliche Raumgestaltung, ausgewähltes Material, klare Gruppenregeln und Rituale, nachvollziehbare Struktur und Aufbau einer Stunde gibt den Kindern Halt, Sicherheit, Orientierung und Stabilität. Eine selbstgestaltete und immer frei zugängliche, persönliche Ecke im Raum ist Rückzugsort und bietet in der Krise die Möglichkeit zur Selbstregulation.

Im Vortrag werden über die Darstellung unterschiedliche Gruppensituationen und Fallbeispielen Methoden der Kunsttherapie und Lösungswege erläutert.

Curriculum Vitae (CV)

Simone Braitinger, Bildende Künstlerin (Diplom) und Kunsttherapeutin (DGKT),

Studium der Freien Bildende Kunst und Studium Bildnerisches Gestalten und Therapie an der Akademie der Bildenden Künste München.

Seit 1983 Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in verschiedensten Tätigkeitsfeldern: als ausgebildete Erzieherin im Vorschulbereich, als Kunstpädagogin in der Schule und als Kunsttherapeutin bei kranken, behinderten, psychisch kranken, traumatisierten und verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen.

Als Kunsttherapeutin seit 2014 im Sozialpädiatrischen Zentrum Landshut am Kinderkrankenhaus St. Marien tätig (einzeltherapeutische Behandlung von Kindern und Jugendlichen, Elternarbeit).

Seit 2015 als freiberufliche Kunsttherapeutin der Abteilung Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie der Kinderklinik und Poliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München (Gruppen- und Einzeltherapie bei Kindern und Jugendlichen mit früher Traumatisierung und Bindungsstörung).

Mitglied im Kunsttherapie-Netzwerk München - Kunsttherapeuten für Kinder und Jugendliche e.V. und in der Deutschen Gesellschaft für Künstlerische Therapien.

Als freischaffende Künstlerin im Bereich Malerei und Installation arbeitend, künstlerische Workshops im Münchner Atelier, Ausstellungstätigkeiten.